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Schlaf und Biorhythmus

Der Körper des Menschen hat seine eigene biologische Uhr. Diese innere Uhr, die auch noch funktioniert, wenn alle Umwelteinflüsse ausgeschaltet werden, bestimmt die tagesrhythmischen Schwankungen der Kreislauf-, Organ- und Stoffwechselfunktionen. Häufig ist die periodische Dauer länger als 24 Stunden.
 
Die Kultur prägt den Biorhythmus.
Der Rhythmus wird beim Menschen stark von der jeweiligen Kultur geprägt. Die immer wiederkehrenden Zeiträume von Arbeit, Freizeit und Schlafenszeit werden durch soziale Faktoren bestimmt, die den Biorhythmus auf einen 24-Stunden Ablauf einpendeln. Dabei spielen für den Schlaf die eigentlichen Tag und Nacht Zeiten und der Hell-Dunkel Wechsel eine eher untergeordnete Rolle. Je nach Kultur wird nicht nur Nachts geschlafen, sondern z. B. auch in der Mittagszeit.
 
Der Schlaf wird durch die Erfordernisse geregelt. Es lässt sich erkennen, dass die Geschichte für den bei uns üblichen Schlafrhythmus gesorgt hat. Der gesamte gesellschaftliche Ablauf, Arbeit, Schule, öffentliches Leben, Essenszeiten und Ruhezeiten ist auf diesen Rhythmus schon seit sehr langer Zeit eingestellt.
 
Dieser strikte Zeitablauf kann zu Problemen führen. Die Menschen sind in ihrem biologischen Rhythmus, obwohl stark sozial geprägt, immer noch unterschiedlich. Es gibt die "Morgenmuffel" oder "Langschläfer", die gerne morgens etwas länger schlafen, dafür aber Abends später zu Bett gehen. Und es gibt die Morgenmenschen, die nach dem Motto "Morgenstund hat Gold im Mund!" schon früh fit sind und abends viel eher müde werden. Diesen biologischen Rhythmus kann man mit seinen Unterschieden während des ganzen Tages am Verlauf der Körpertemperatur nachweisen. Es ist also nicht richtig, abfällige, diskriminierende Bezeichnungen (wie z. B. Langschläfer) für Menschen zu benutzen, die nur ihrem Biorhythmus folgen. Der Biorhythmus macht aus den Menschen Morgenmenschen oder Abendmenschen.
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